Wie bei den meisten Mannschaftssportarten kommt auch beim Rugby dem Mannschaftskapitän eine wichtige Rolle zu: Er muss während des Spiels Schlüsselentscheidungen treffen und so das Spiel lenken. Das tut er dadurch, dass er den Ball kickt oder passt. Der Bremer Kapitän heißt Fritz Grobien. Er trägt die Nummer zehn. Sein Können besteht darin, weit und zielgenau zu passen. Außerdem ist er für die Standards im Spiel – Ankick, Penalty oder Conversion – zuständig.
Die Stürmer sind beim Rugby in der Regel die größten und kräftigsten Spieler. Sie werden in Erste-Reihe- und Zweite-Reihe-Stürmer unterschieden. Die Stürmer mit den Nummern eins Ronald Haller und drei Boris Hoffmann sind die kräftigsten Spieler der Mannschaft. Das müssen sie sein, weil sie zusammen mit dem Hooker im Paket und Gedränge die erste Reihe bilden. Dabei bekommen sie den größten Druck der Gegner ab. Außerdem müssen sie bei einer Gasse einen der großen Zweite-Reihe-Stürmer so hoch wie möglich heben, damit dieser beim Einwurf den Ball gewinnen kann.
Die größten und sprungkräftigsten Spieler sind die Stürmer mit den Nummern vier, Kevin Kokemor, und fünf, Jann Kölsch. Sie müssen beim Einwurf in eine Gasse den Ball aus der Luft fangen. Außerdem bilden sie beim Paket und Gedränge die zweite Reihe, verleihen ihm dadurch mehr Stabilität und schieben mit zusätzlicher Kraft nach vorn.
Der Hooker Lasse Kölsch ist kleiner und agiler als die Stürmer. Eine wichtige Aufgabe von ihm ist, den Ball bei einem Gedränge mit dem Fuß nach hinten in Richtung des Halbspielers zu bewegen. Er ist auch derjenige, der den Ball beim Line-Out in die Gasse einwirft. Der Hooker trägt die Nummer zwei.
Die Zweite-Reihe-Stürmer werden flankiert von den Spielern mit den Nummern sechs, Kristoffer Barth, und sieben, Jonas Löloff. Ihre Aufgaben sind weniger fest definiert, wie die der anderen Stürmer. Deshalb müssen sie alle Aspekte des Spiels beherrschen. Im Paket sorgen sie für mehr Stabilität, indem sie von den Seiten schieben und das Paket so zusammen halten. Wenn sich das Paket auflöst, müssen sie besonders schnell wieder bereitstehen, um die gegnerischen Angreifer unter Druck zu setzen oder den eigenen Ballträger zu unterstützen.
Die Nummer acht einer Rugby-Mannschaft – bei Bremen 1860 ist das Yannik Savov – muss sowohl die Kraft der Stürmer als auch die Geschwindigkeit und Ballkontrolle der Spieler der Hintermannschaft besitzen. Er ist im Paket hinter den Zweite-Reihe-Stürmern der letzte Mann. Er ist auch der einzige, der den Ball aus dem Paket aufnehmen und weiterspielen darf.
Die Spieler mit den Nummern eins bis acht werden im Allgemeinen Forwards genannt. Die Backs – also die Spieler mit den Nummern neun bis fünfzehn – bilden die Hintermannschaft. Sie sind schnell und ballsicher. So können sie die gegnerische Verteidigung durchbrechen, umlaufen oder überkicken, um Versuche zu erzielen. Zu ihnen zählt auch der Mannschaftskapitän Fritz Grobien.
Die Verbindung zwischen den Forwards und den Backs bildet im Spiel der Gedrängehalb Christian Ahlers mit der Nummer neun. Er gibt den Ball in ein Gedränge ein und nimmt ihn auch wieder heraus. Von den Backs ist er der kräftigste, dennoch ist er nicht so kräftig wie die Forwards. Diese Spielposition verlangt dem Spieler gute Spielübersicht, ein hohes Maß an Spielverständnis sowie schnelle Reaktionsfähigkeit und sicheres Passen in beide Richtungen ab.
Die Inside und Outside Center mit den Nummern zwölf, Rasmus Cloes sowie Paul Yates, und dreizehn, Sebastian Stern wie auch Christian Walther, haben verschiedene Aufgaben inne: Im Angriff müssen sie die gegnerische Verteidigungslinie durchbrechen und zielgenau Passen. In der Verteidigung sind sie für zahlreiche Tacklings zuständig. Der Inside Center findet sich häufiger in Kontaktsituationen wieder als der Outside. Deshalb ist er etwas kräftiger. Der Outside ist dagegen etwas schneller.
Die Spieler mit den Nummern elf, Lawrence von Mohl, Giannis Geiß sowie Frederik Kammeyer, und vierzehn, Alexander Herde und Sebastian Groll, sind die Wings im Spiel. Sie legen viele der Versuche, indem sie die Räume nutzen, die ihnen die restlichen Backs erspielt haben. Deshalb müssen sie die schnellsten und beweglichsten Spieler der Mannschaft sein.
Der Fullback Patrick Mahn trägt die Nummer fünfzehn und ist die letzte Verteidigungsposition hinter den anderen Backs. Er muss weite Kicks abfangen oder aufheben können. Außerdem muss er durchbrechende Angreifer tackeln. Er muss schnell und fangsicher sein, den Ball auch unter Druck zielgenau kicken können und kein Tackling verpassen. In der Angriffslinie kommt er entweder zwischen Center und Wing oder kurz hinter dem Wing ins Spiel.