mit Kommunikation arbeiten - auf Augenhöhe mit Mensch und Tier
HINTERGRUND
Heutzutage hört man an jeder Ecke das große Stöhnen: "Was ist nur aus unseren Kindern geworden. Nur noch Gewalt und Blödsinn im Kopf, „Null-Bock-Einstellung“ und keine Perspektiven."
Senioren werden als Last empfunden oder oftmals von ihren Familien allein gelassen, insofern sie überhaupt noch eine haben. Die Zustände in manchen Pflegeeinrichtungen zeugen von der Überbelastung des Personals und dem wenig würdevollen Umgang mit den "Alten".
Nicht zu vergessen sind "unsere vierbeinigen Freunde", die regelmäßig zu Weihnachten über den Ladentisch gehen, um zu Ostern an der Autobahn ausgesetzt zu werden, ein vie zu kurzes armseliges Dasein in der Lebensmittel-Massenproduktion fristen oder als "Sportgerät" missverstanden werden.
Alles leider nicht selten anzutreffende Zustände in unserer Gesellschaft.
Wir können keine Allgemeinlösung bieten, was wir aber schaffen möchten, ist ein LICHTBLICK. Wir wollen nicht länger Augen und Ohren verschließen, wir wollen etwas tun.
Aktivitäten für Kinder und Jugendliche kosten meistens viel Geld, das erfahren bereits Eltern, wenn sie mit ihren Kleinsten mal etwas unternehmen wollen. Soziale Anlaufpunkte quellen über oder werden von den Kindern/ Jugendlichen nicht angenommen.
An Angeboten für Senioren mangelt es zwar nicht, aber meist ist das nicht das Problem, sondern das Alleinsein.
Und was die Tiere angeht, so finden alte, behinderte oder psychisch beeinträchtigte Kandidaten kaum noch ein neues Zuhause weg von eh schon überfüllten Auffangstationen.
DIE ERKENNTNIS
Jedes Lebewesen braucht Anerkennung, Aufgaben und Zuwendung. Sie wollen nützlich sein und mit anpacken. Die sozialen Verhältnisse vieler Menschen sind leider häufig nicht ausreichend stabil und positiv ausgebildet, als dass man den Betroffenen all das bieten kann, was zu ihrer Entwicklung und ihrem Wohlbefinden notwendig wäre. Vor allem um sozial Benachteiligte in jeglicher Hinsicht soll es in diesem Projekt gehen; was nicht heißen soll, dass Menschen, die sich nicht in Problemsituationen sehen, nicht herzlich bei uns willkommen sind. Diesen können wir ein Quell der Ruhe und ein Stück "heile Welt" bieten
ERLERNEN SOZIALER KOMPETENZEN
Wo erlernt man, sich sozial zu verhalten am besten? Im Umgang mit Tieren – so zumindest unsere Idee.
Wie wäre es, wenn Kids nach der Schule auf einen Bauernhof, stadtnah und doch idyllisch, kämen, dort gelehrt bekämen, Respekt vor dem Leben zu haben, diesen Respekt in die Pflege der Tiere umzusetzen und so gleichzeitig etwas Gutes zu tun und in Gesellschaft zu sein - und das auch noch ohne finanziellen Aufwand - ?
Wie wäre es, wenn Senioren die Möglichkeit bekämen, ihrer Einsamkeit zu entfliehen und dauerhafte Bande zu schließen in unserer etwas anderen "Kontaktbörse", und dadurch, aber auch einfach nur durch Berührungsmöglichkeiten, wieder ins Leben fänden?
Und wie wäre es, wenn die hoffnungslosen Fälle der Tierheime doch noch eine Chance erhielten?
Das Miteinander schafft Geselligkeit. Hier geht es nicht darum, wer die teuersten Schuhe trägt und die neusten Computerspiele hat, im Kuhmist sieht ein Markenschuh aus, wie jeder andere aus dem Discounter, sondern einzig und allein, um das soziale Miteinander von Mensch und Tier und Mensch und Tier...
Kinder wie Ältere bekämen eine sinnvolle Tätigkeit und positive Ablenkung vom manchmal tristen Alltag. Sie können sich beim Ausmisten von Ställen auspowern oder erste Erlebnisse auf dem Rücken eines Pferdes sammeln. So wird durch positive Erfahrung überschüssige Energie, eventuell auch Aggression, sinnvoll abgebaut. Die Menschen wären nicht länger isoliert! Sie bekämen Unterstützung bei den Aufgaben und auch sonst Beistand und Rat - und Motivation!
ÖKOLOGISCHE ASPEKTE UND DIE TIERE
Da wir nicht ausschließlich an das Wohl der Menschen denken, beinhaltet dieses Projekt auch den Aspekt der ökologischen Tierhaltung. Den Respekt, den wir für die Menschen einfordern, fordern wir selbstredend auch für die Hoftiere. Somit können wir zusätzlich Umweltschutz vermitteln und damit den würdevollen Umgang mit der Natur an sich. Jeder - und hält er sich selbst für noch so klein und unbedeutend - hat die Möglichkeit, mit kleinstem Aufwand und nur ein wenig Offenheit Großes zu bewegen, um die „Welt“ für alle lebenswerter zu machen. Das ist doch eine Aufgabe!
THERAPEUTISCHE UND PSYCHOLOGISCHE UNTERSTÜTZUNG
Um eine angemessene Betreuung gewährleisten zu können bedarf es der weitestgehend freiwilligen Mitarbeit von Menschen in sozialen Berufen, im Idealfall bekämen wir auch Unterstützung aus den Reihen des Senats und z.B. der Jugendämter.
Der Hof möchte langfristig auch eine Plattform sein für ältere (besonders Menschen mit Demenz/Alzheimer) und anderweitig körperlich oder geistig behinderte MENSCHEN. Durch den Kontakt mit den Tieren und die naturnahe Umgebung sehen wir die Chance therapeutischer Maßnahmen und damit eine verbesserte Lebensqualität für die Betroffenen.
Zusammengefasst stellt sich hier die Möglichkeit dar, in einem ganzheitlichen Ansatz für Mensch, Tier & Natur eine Plattform der Annäherung und Kommunikation zu gestalten und auszubauen.
UND LOS GEHT' S!
Nun gilt es ein passendes Objekt zu finden (NÄHE BERLIN mit zumutbarer Stadtanbindung) und Menschen, die daran glauben, dass dieser Dienst an Mensch und Umwelt es wert ist, unterstützt zu werden. Am Ende unseres Traumes ist der Hof, der auch noch einen Namen braucht, in der Lage, durch landwirtschaftliche Produkte und z.B. die Möglichkeit, dort auch einen normalen Urlaub für zahlende Gäste anzubieten, in der Lage, sich selbst zu tragen. Bis dahin ist es aber natürlich noch ein etwas holpriger Weg, den man am besten mit viel Unterstützung und Engagement betritt…