Hier wird nur geteasert: die kompletten Einträge gibt´s bei www.nachhaltigkeits-guerilla.de
(Quelle: Screenrant)
Unter dem Stichwort “Nachhaltige Zwischennutzung Bahngelände” spuckt Google einige interessante Links aus. Von einer Zwischennutzung als Initiator einer neuen Berliner Identität wird da gesprochen, von Umweltstrategien und Biodiversität in Siedlungen.
In Bangkok ist alles anders. Da wird das Bahngelände parallel zwischengenutzt – als Wochenmarkt. Und wenn die Bahn kommt, wird einfach alles hochgeklappt. Ob das in Deutschland wohl mit den Sicherheitsvorschriften kompatibel wäre…?
Mark Boulos stellt zwei Videosequenzen gegenüber: Die Rohstoffbörse in Chicago und Guerilla-Kämpfer in Ihren mentalen Vorbereitungen auf den bewaffneten Kampf gegen die Ölkonzerne, die ihren Lebensraum zerstören. Beide Filme laufen auf zwei gegenüberliegenden Leinwänden. Heraus kommt eine spektakuläre Geräuschkulisse und Bilder des Wahnsinns.
Auf der einen Seite maskierte Guerilla-Kämpfer, die in der einen Hand ihre Waffen tragen, und in der anderen Seite eine Opfergabe, die sie mit viel Gesang und Gebrüll ihrer Gottheit überbringen; auf der anderen Wandseite das gebeamte Video von Rohstoff-Börsenhändler, die mit Gebärdensprache und festgeschnallten Kopfhörer Rohstoffe an- und verkaufen, und somit zum einen ihre Gottheit, der internationalen Weltwirtschaft, frönen, und gleichzeitig für einen Aussenstehenden mindestens so durchgeknallt wirken, wie die zuvor beschriebenen Guerilla-Kämpfer.
Die Installation ist z. Zt. noch im KW in Berlin ausgestellt. Das folgende Video ist das einzige, welches Youtube zu der Installation bietet, und es gibt leider nicht allzu viel wieder, wer interessiert ist, sollte also lieber direkt ins KW… Das untere Video zeigt den Künstler im Monolog über seine Arbeit.
Im Januar 2009 dachte ich noch, das beste was einem Panzer passieren könnte, ist umstrickt zu werden (vgl. www.nachhaltigkeits-guerilla.de/umstrickter-panzer/). Nun bin ich eines besseren belehrt: Das beste was einem Panzer passieren kann ist Bildung.
(Weapon of Mass Instruction, Künstler: Raul Lemesoff, 1979; Bildquelle: Reuters)
‘Artist Raul Lemesoff drives his vehicle called “Arma de Instruccion Masiva” (weapon of mass instruction) through the streets of Buenos Aires, June 8, 2009. The “weapon of mass instruction” is a motorized sculpture made with books and is used by Lemesoff to distribute books as well as accept donations in order to supply schools in need, bars, country houses and any other venue where books might be lacking or rarely found.’ (Quelle: www.daylife.com)
Zelten auf dem Baugerüst?
(Bildquelle: The Pop Up City)
Ausgelegte, aneinandergereihte Matratzen in der Stadt?
(Bildquelle: The Pop Up City)
Ende April 2010 machte ich hier im Blog auf die Parkbänke für Obdachlose aufmerksam. Auf der Website “The Pop Up City” habe ich nun die beiden oben abgebildeten Exponate gefunden.
MMASA hat mit sich dem BuBbLe Project ebenfalls zu diesem Thema Gedanken gemacht und ‘Mobilen Wohnraum für alle geschaffen’. Seht selbst: http://www.studio5555.de/2009/08/03/bubble-projekt-mobiler-wohnraum-fur-alle/
‘Wohnraum für alle’ ist auch der Name einer e. V. (in Gründung), in diesem Fall in der Stadt Freiburg. Das Modell ist aber auch für andere Städte denkbar (Stichwort: Solidarische Ökonomie). Mehr erfahrt Ihr im Pdf ‘Ja zum Beteiligungsmodell’.
…so, soviel für heute, und nur ein paar ‘hingeworfene Fetzen’, denn meine Schicht beginnt in 9 Minuten. Bis bald hier aufm Blog…
(Bildquelle: Begleitschreiben)
Ich lese grad ‘Goodbye Bismarck’, ein Roman von S. U. Bart. Stephanie Bart ist z. Zt. Rikschafahrerin in Berlin (vgl. Autorinnenbeschreibung vom Ploettner-Verlag) und somit eine Art ehemalige Kollegin von mir. Sie nutzte den allgemein Rikscha-unfreundlichen Winter, um diesen herrlichen Roman zu schreiben. Das Buch behandelt zwei ‘Hamburger Schelme’, die sich am Tag der deutschen Einheit die ‘Frechheit’ rausnehmen, ein überdimensionales Bismarck-Denkmal mit einer ebenso überdimensionierten Altkanzler-Kohl-Maske zu verzieren.
Auf der Seite 124 regt der Protagonist Hartmann aus der Abteilung ‘Kunst und Bau’ an, man/frau könne ja mal ‘Nichtamtliche Denkmalgestaltungen in Vergangenheit und Gegenwart’ zum Thema einer Magisterarbeit machen.
Nun liegt bei mir grad keine Magisterarbeit an, aber dennoch ist mir z. B. gleich Specter Art eingefallen, dessen Arbeiten ich schon mal im Blogeintrag ‘Hunger, Durst und Kapitalismus einmal quer durch die Welt gejagt’ vom 29. Dezember 2009 erwähnt hatte.
(Bildquelle: Specter Art).
Und gerade gestern habe ich noch über ein Bild der Street Art Utopia-Gruppe (vgl. auch Blogeintrag vom 12. April 2010: Street Art Utopia – faster food kill kill) gelacht, welches auch sehr gut in die Kategorie ‘Nichtamtliche Denkmalumgestaltungen’ passt:
(Bildquelle: Street Art Utopia).
Eine kurze Recherche führt unmittelbar zu einen Artikel bei Indymedia vom 31.12.2007: Steuben-Denkmal umgestaltet. Das Steuben-Denkmal in Magdeburg wurde Ende 2007 pink angemalt und mit dem Spruch „Krieg macht niemanden groß“ versehen.
(Bildquelle: Indymedia).
Sachdienliche Hinweise für weitere Best-Practice-Beispiele werden gern als Kommentar oder in Form einer Mail an action@nachhaltigkeits-guerilla.de entgegen genommen. Nach und nach wird dann gegebenenfalls eine Sammlung angelegt (vgl. auch unsere zweite Baustelle, die Best-Practice-Sammlung zu ‘Grüne Strassenkunst’).


