ILO 169 - WAS ist das?

    Die ILO 169 ist eine Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organisation), die der UNO angehört. Diese Konvention ist das wichtigste internationale Gesetz zugunsten von indigenen Völkern.

    Die Konvention erkennt die Landrechte von indigenen Völkern an und gibt vor, dass diese bei allen Entscheidungen, die sie betreffen, einbezogen werden müssen. Regierungen, die die ILO 169 ratifiziert haben, sind rechtlich gebunden sich an die Vorschriften zu halten. Das macht sie zu einem entscheidenden Instrument.

    >> http://www.survival-international.de

    Menschenrechte für indigene Völker! (ILO169 Koordinationskreis)
    >> http://www.ilo169.de/

    ILO169 - Convention (No. 169) concerning Indigenous and Tribal Peoples in Independent Countries
    >> http://www.unhchr.ch/html/menu3/b/62.htm

    WARUM ist es wichtig?

    Die UNO hat vor kurzem die Deklaration für die Rechte indigener Völker verabschiedet. Dies ist ein wichtiger Schritt nach vorn, da sie grundlegende Normen für den Umgang von Regierungen mit Stammesvölkern festsetzt. Jedoch besitzt die Deklaration nicht die Wirkungskraft eines Gesetzes, da zum Beispiel keine Sanktionen gegen Länder erhoben werden können, die den Inhalt ignorieren.

    Die ILO 169 hingegen setzt eine Reihe von verbindlichen Maßstäben in Bezug auf die Behandlung von Stammesvölkern, an die Regierungen rechtlich gebunden sind, welche die Konvention unterschrieben haben. Je mehr Länder sie ratifizieren, desto größer ist der Einfluss der ILO 169.

    Die Konvention erkennt das Recht der Stammesvölker auf Gleichberechtigung und Schutz vor Diskriminierung an. Regierungen werden verpflichtet, direkte Vertreter der betroffenen Stammesvölker zu konsultieren, bevor sie Entscheidungen fällen, die sie direkt betreffen oder beeinflussen.
    Am wichtigsten jedoch ist, dass die Konvention anerkennt, dass Stammesvölker ihre Gebiete und Territorien gemeinschaftlich besitzen und sie nicht gewaltsam von diesen entfernt werden dürfen.

    WAS ist das Problem?

    Trotz Aufforderungen des Europaparlaments und des 15. Deutschen Bundestages im Jahr 2002, weigert sich die deutsche Bundesregierung weiterhin, die Ratifizierung der ILO 169 vorzunehmen. Sie gibt an, dass die Konvention nicht relevant sei, da keine Stammesvölker in Deutschland leben.

    Eine Ratifizierung durch die Bundesregierung würde der Konvention mehr Gewicht verleihen und wäre ein weiterer essentieller Schritt auf dem Weg zur Etablierung eines umfassenden Menschenrechtsschutzes für indigene Völker.
    Die Bundesregierung wäre dann zu grundlegenden Standards verpflichtet, die sie bei der Durchführung von „Entwicklungsprojekten“, die auch indigene Gruppen betreffen, berücksichtigen müsste.
    Auch Firmen, die ihren Sitz in Deutschland haben und auf dem Land von Stammesvölkern tätig sind, würden unter größerem Druck stehen, sich an die Prinzipien der Konvention zu halten.

    Es gibt keinen Grund, warum die Bundesregierung die ILO 169 nicht ratifizerien sollte, abgesehen vom Unwillen, sich für den Schutz von Stammesvölkern stark zu machen und der Notwendigkeit, sie bei Projekten, die ihre Zukunft tiefgreifend verändern, zu konsultieren. Andere Länder wie Spanien und die Niederlanden haben die Konvention unterzeichnet, obwohl auch dort keine indigenen Gruppen leben.

    20 Länder haben bisher die ILO 169 ratifiziert:

    Argentinien
    Bolivien
    Brasilien
    Chile
    Costa Rica
    Dänemark
    Dominica
    Ecuador
    Fiji
    Guatemala
    Honduras
    Kolumbien
    Mexiko
    Nepal
    Niederlande
    Norwegen
    Paraguay
    Peru
    Spanien
    Venezuela

    Der Gerichtsfall der Buschleute

    Die Buschleute sind die indigenen Völker des südlichen Afrikas. Sie sind einem Genozid ausgesetzt, den die Welt zu ignorieren scheint: Bevölkerten sie einst das ganze südliche Afrika, so leben heute nur noch 100.000 von ihnen. Viele verloren ihr Land an Weiße oder Bantu Siedler.

    Der Fall der Buschleute in Botswana, die 2002 von ihrem Land in der Kalahari Wüste vertrieben und in Umsiedlungscamps abgeschoben wurden.
    2006 kam ihr Fall endlich vor Gericht...und gemeinsam mit Survival International konnten sie einen historischen Sieg erringen:



    http://www.survival-international.de/nachrichten/mediensets/gerichtsfall...

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    Blog

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    Survival ist die einzige internationale Organisation, die indigene Völker weltweit unterstützt. Sie wurde im Jahr 1969 gegründet, nachdem ein in der britischen Sunday Times erschienener Artikel von Norman Lewis die Massaker, Landenteignungen und Völkermorde im brasilianischen Amazonien beleuchtete. Wie viele andere Grausamkeiten unserer Zeit geschah die rassistische Unterdrückung der brasilianischen Indianer im Namen des „Wirtschaftswachstums”.

    Heute hat Survival Anhänger in 82 Ländern. Wir arbeiten auf drei sich gegenseitig ergänzende Arten für die Rechte indigener Völker: Aufklärung, Lobbyarbeit und Kampagnen. Außerdem bieten wir den indigenen Völkern eine Plattform, auf der sie die Außenwelt direkt ansprechen können. Wir arbeiten eng mit lokalen, indigenen Organisationen und konzentrieren uns auf die Völker und Gruppen, die am meisten zu verlieren haben, in der Regel die, die gerade erst mit der Außenwelt in Kontakt gekommen sind.

    Wir glauben, dass die öffentliche Meinung die wirksamste Kraft für Veränderungen darstellt. Ihre Stärke wird es Regierungen und Firmen immer schwieriger und letztendlich unmöglich machen, indigene Völker zu unterdrücken.

    >> http://www.survival-international.de/ueberuns


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    Die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen jährt sich 2008 zum 60. Mal. Aus diesem Anlass möchten wir mit allen Nachbarn, interessierten Menschen, Jung und Alt feiern, reden, spielen, tanzen, diskutieren, trinken, essen, und dabei die Möglichkeit bieten, das Haus der Demokratie und Menschenrechte besser kennen zu lernen.

    Infostände – Lesungen – Live-Musik - Ausstellungen - Kinderprogramm - Straßentheater
    und vieles mehr

    Wann?: am Samstag, den 12.7.2008 von 14:00 bis 22:00 Uhr.

    Wo?: im und um das Haus der Demokratie und Menschenrechte in der Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin.

    Mehr Infos auf http://www.hausderdemokratie.de/ und im FaceBook unter http://www.facebook.com/profile.php?id=674303639#/event.php?eid=24880518...




Survival: ILO169

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Goal: öffentliche Aufmerksamkeit erlangen und Regierungen (besonders die deutsche) dazu bewegen, die ILO Konvention 169 - zugunsten von indigenen Völkern - zu ratifizieren.
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