Vor zehn Jahren erschien das Debütalbum ’Pflanzenmensch’ von Meyah Don, dem selbst ernannten Öko-Rapper Nr. 1. Nach dieser langen Zeit und zwei weiteren Alben schafft er es, sich noch immer zu motivieren und mit dem vierten Werk ’Mit Herz Und Seele’ weiter für Mutter Natur zu kämpfen.
„Das ist eine Herzensangelegenheit“, beschreibt der Berliner MC, wieso ihn dieses Thema immer wieder oder immer noch beschäftigt.
"Ich liebe und verehre Mutter Natur und bin fasziniert von diesem komplexen und perfekten System. Da bleibt es nicht aus, dass ich mich textlich immer wieder damit befasse. Und meines Erachtens kann unserer geliebten Frau Mutter nicht genug Achtung und Respekt entgegengebracht werden.. .egal, wie viel oder wenig sich tut.“
Wer denkt, das sei alles ’Ein alter Hut’, dem erklärt er im gleichnamigen Song gerne, wie er das sieht. Seiner Meinung nach ist das ständige Beharren auf dem gleich bleibenden Verhalten längst veraltet – und nicht die ständige Erinnerung daran, dass die Umwelt geschützt werden muss:
„Zeigt Mutter Natur, dass ihr sie liebt, bei allem, was ihr tut./ Es reicht nicht immer nur zu sagen, es wird alles gut./ Keiner hat mehr Ruh, schweigt und hört ihr zu./ So bleibt alles, wie es immer lief. Es ist der alte Hut.“
Auch kein alter Hut, sondern eine unterhaltsame Idee, seine Botschaft in anderer Form zu verbreiten, ist die Plantman-Saga. Im dritten Teil der Geschichte muss es der grüne Held gleich mit mehreren Gegnern aufnehmen. Trotz dieser phantasievollen Umsetzung gab und gibt es bei Meyah Don aber auch Stücke, die Wissen wie bei den Jungs von Rapucation realistisch vermitteln. Er findet es auf jeden Fall bemerkenswert, dass Rap so etwas kann:
„Wenn es hilft, das Lernen für Schüler attraktiver zu machen – warum nicht? Ich schreibe meine Lieder zwar nicht unter dieser Maßgabe, sondern weil sie eben einfach so aus mir herauskommen. Wenn dann ein Lied wie ’Klimawandel’ im Erdkunde-Unterricht die Aufmerksamkeit steigert, ist das auf jeden Fall ein schöner Nebeneffekt.“
Darüber hinaus ist Meyah Don sogar gerne bereit, zum Beispiel Öko-Organisationen die Möglichkeit zu bieten, im Rahmen seiner Konzerte aktiv zu werden und Info-Stände aufzubauen. Wobei er leider eher schlechte Erfahrungen gesammelt hat, was die Kooperation mit solchen Projekten angeht:
„ Ich wollte den Verkauf der beiden letzten Alben mit Spendenaktionen für den Umweltschutz verbinden und bin von den von mir angesprochenen Organisationen einfach nicht ernst genommen worden. Die einen haben mich als Rapper sofort vorverurteilt und in die Schublade Proletenmusik gesteckt. Die waren nicht mal bereit sich die Mucke anzuhören. Den anderen war ich vielleicht zu unbekannt, als dass sie meinten, sich zurückmelden zu müssen. Diese Form der Ignoranz hat mich schon ein bisschen wütend gemacht. Ich werde denen nicht hinterher rennen. Wenn sie aber was auf meinen Konzerten machen wollen, können die das gerne tun.“
Um hier auf der Seite nicht den Rahmen zu sprengen, gibt es noch mehr Statements von Meyah Don auf
http://www.holk.tv zu unter anderen den Songs ’Ökorapper Nr. 1’, ’Was Wollen Wir’ und dem ’Plantman Dance’.
Mehr Infos unter: http://www.myspace.com/meyahdon