
Von München nach Meran, von Jutta Speidels Heimat zur Stadt ihres Lebensgefährten Bruno Maccallini, soll die Reise gehen. Allerdings nicht schnell mal mit dem Billigflieger, sondern – mit dem Rad. Der Weg ist das Ziel. Und das danach entstandene (Hör-)Buch der schöne Beweis dafür, dass nicht immer und überall Autos benötigt werden.
„Wir sind dann auch mal weg...“, greift die Inhaltsbeschreibung auf der Box-Hülle den Titel des erfolgreichen Erlebnisberichts von Hape Kerkeling auf. Anders als bei dessen Erfahrungen während der Wanderung über den Jakobsweg ist die gerade im Februar 2010 erschienene Autorenlesung des Reise-Tagebuchs 'Wir haben gar kein Auto...' der beiden Schauspieler allerdings auch als umweltfreundliche Motivation für den Alltag zu gebrauchen.
Wenn es zwei etwas ältere Personen um die 50 ohne wirklich große Vorbereitung und dafür mit unverzichtbarem Gepäck beladen relativ locker schaffen, rund 300 Kilometer über die Alpen mit dem Fahrrad zurückzulegen, sollten doch alltägliche Fahrten zur Arbeit oder Ähnliches eigentlich gar kein Problem darstellen und eine nahezu autofreie Stadt zumindest im Ansatz möglich sein.
„Heulen könnte ich. Verfluchen, dass es überhaupt Autos gibt“, schimpft Jutta Speidel einmal. Zumindest in dem Moment, als sie bei dem Verkehr auf der Schnellstraße um ihr Leben bangt. Ganz ohne Auto geht es aber natürlich auch nicht immer. Und so gönnen sich die beiden Radler in Ausnahmefällen schon mal einen Shuttle-Service.
Nebenbei ist der immer abwechselnd mal aus der einen, anschließend aus der anderen Perspektive erzählte Reisebericht noch eine anschauliche Darstellung, wie unterschiedlich Mann und Frau (oder Deutsche und Italiener?) alles so wahrnehmen. So meint zum Beispiel Bruno laut einer Bildunterschrift: „Ich bin nicht faul, ich bin nur langsam!“
Alles in allem macht es Spaß, dem Paar bei seiner Reise über die Schulter zu schauen. Und die sieben Etappenbeschreibungen mit Grafiken im Booklet laden definitiv dazu ein, sich selber mal wieder auf den Sattel zu schwingen.
Mehr Infos unter: http://www.dg-literatur.de

Am 26. Februar 2010 meldet sich Sebastian Hämer vier Jahre nach seinem Debüt ’Der Fliegende Mann’ mit ’Flugplan 2’ zurück. Also bitte Rauchen einstellen, anschnallen und den Blick auf (s)eine Welt genießen, die er mit seinen Songs auch schützen und verbessern will.
In 'Dieses Mal' kritisiert Sebastian Hämer, dass wir Menschen mit unserer Neugier, Erfindungssucht und Größenwahn eigentlich mit allem zu weit gehen, uns selbst in unserem Treiben überschätzen und die Erde ausnehmen, bis sie nur noch eine leere Hülle ist. Wir haben haben leider diesen einen Traum, vor dem er uns warnt: „Die Welt für uns formen, das Leben zu studieren./ Setzen dabei neue Normen, um den Weg nicht zu verlieren./ Erfinden riesige Maschinen, ziehen Städte in die Luft./ Holen Schätze aus den Minen – und sind betört von diesem Duft.“
Was er rät, um zum Beispiel nicht auf Mächtige und ihre 'Lippen Die Lügen' hereinzufallen, könnt ihr nachlesen unter: http://www.holk.tv
Vor zehn Jahren erschien das Debütalbum ’Pflanzenmensch’ von Meyah Don, dem selbst ernannten Öko-Rapper Nr. 1. Nach dieser langen Zeit und zwei weiteren Alben schafft er es, sich noch immer zu motivieren und mit dem vierten Werk ’Mit Herz Und Seele’ weiter für Mutter Natur zu kämpfen.
„Das ist eine Herzensangelegenheit“, beschreibt der Berliner MC, wieso ihn dieses Thema immer wieder oder immer noch beschäftigt. "Ich liebe und verehre Mutter Natur und bin fasziniert von diesem komplexen und perfekten System. Da bleibt es nicht aus, dass ich mich textlich immer wieder damit befasse. Und meines Erachtens kann unserer geliebten Frau Mutter nicht genug Achtung und Respekt entgegengebracht werden.. .egal, wie viel oder wenig sich tut.“
Wer denkt, das sei alles ’Ein alter Hut’, dem erklärt er im gleichnamigen Song gerne, wie er das sieht. Seiner Meinung nach ist das ständige Beharren auf dem gleich bleibenden Verhalten längst veraltet – und nicht die ständige Erinnerung daran, dass die Umwelt geschützt werden muss: „Zeigt Mutter Natur, dass ihr sie liebt, bei allem, was ihr tut./ Es reicht nicht immer nur zu sagen, es wird alles gut./ Keiner hat mehr Ruh, schweigt und hört ihr zu./ So bleibt alles, wie es immer lief. Es ist der alte Hut.“
Auch kein alter Hut, sondern eine unterhaltsame Idee, seine Botschaft in anderer Form zu verbreiten, ist die Plantman-Saga. Im dritten Teil der Geschichte muss es der grüne Held gleich mit mehreren Gegnern aufnehmen. Trotz dieser phantasievollen Umsetzung gab und gibt es bei Meyah Don aber auch Stücke, die Wissen wie bei den Jungs von Rapucation realistisch vermitteln. Er findet es auf jeden Fall bemerkenswert, dass Rap so etwas kann: „Wenn es hilft, das Lernen für Schüler attraktiver zu machen – warum nicht? Ich schreibe meine Lieder zwar nicht unter dieser Maßgabe, sondern weil sie eben einfach so aus mir herauskommen. Wenn dann ein Lied wie ’Klimawandel’ im Erdkunde-Unterricht die Aufmerksamkeit steigert, ist das auf jeden Fall ein schöner Nebeneffekt.“
Darüber hinaus ist Meyah Don sogar gerne bereit, zum Beispiel Öko-Organisationen die Möglichkeit zu bieten, im Rahmen seiner Konzerte aktiv zu werden und Info-Stände aufzubauen. Wobei er leider eher schlechte Erfahrungen gesammelt hat, was die Kooperation mit solchen Projekten angeht: „ Ich wollte den Verkauf der beiden letzten Alben mit Spendenaktionen für den Umweltschutz verbinden und bin von den von mir angesprochenen Organisationen einfach nicht ernst genommen worden. Die einen haben mich als Rapper sofort vorverurteilt und in die Schublade Proletenmusik gesteckt. Die waren nicht mal bereit sich die Mucke anzuhören. Den anderen war ich vielleicht zu unbekannt, als dass sie meinten, sich zurückmelden zu müssen. Diese Form der Ignoranz hat mich schon ein bisschen wütend gemacht. Ich werde denen nicht hinterher rennen. Wenn sie aber was auf meinen Konzerten machen wollen, können die das gerne tun.“
Um hier auf der Seite nicht den Rahmen zu sprengen, gibt es noch mehr Statements von Meyah Don auf http://www.holk.tv zu unter anderen den Songs ’Ökorapper Nr. 1’, ’Was Wollen Wir’ und dem ’Plantman Dance’.
Mehr Infos unter: http://www.myspace.com/meyahdon
Seit ein paar Monaten engagieren sich die Handwerkskammer Berlin, IHK, DGB und der BUND mit dem Online-Mitmach-Tool „Stadtvertrag Klimaschutz“ dafür, unter dem Motto „Tue Gutes, rede darüber und begeistere andere“ die Berliner für mehr Umweltschutz zu gewinnen. Und auch ich mach mit (siehe Foto)!
Steve Walker, Kapitän der sehr erfolgreichen Eishockey-Mannschaft „Eisbären Berlin“, gab den Startschuß fürs erste Thema: Mobilität. Dass dabei andere Wege gegangen werden können, beweist er auch gerne am eigenen Beispiel. Er fährt schon seit Jahren ein gesponsertes Erdgasauto. Das Nonplusultra ist das zwar nicht, denn der Rohstoff ist ja ebenfalls endlich, aber immerhin emittiert er damit bis zu 25 Prozent weniger CO2 als mit einem Benzinmotor.
Arne Koerdt, Mitglied des Vorstandes beim BUND Berlin, ruft über die Aktionsseite alle zum Mitmachen auf: „80 Prozent der Deutschen wollen nicht länger auf die Politik warten, sondern selber aktiv werden. Der Bereich Verkehr ist dafür ideal geeignet. Hier können wir alle jeden Tag einen Beitrag leisten.“
Da möchte HolK natürlich helfen. Im eigenen Beitrag versucht er, die Leser zum Radfahren zu motivieren.
Mehr Infos unter: http://www.stadtvertrag-klimaschutz.de

HolK und Winterschlaf? Nein danke! Der Schnee hat auch HolK dazu animiert, mal wieder ein Video zu drehen. Denn wer weiß schon, wie sich der Klimawandel in Zukunft auswirkt. Werden kommende Generationen überhaupt noch Schneemänner in Deutschland bauen können?
Die möglicherweise vom Aussterben bedrohte Art hat jedenfalls – wie auch im Basis-Blog (siehe Navi-Button oben) angekündigt – vor ein paar Wochen gegen den Klimawandel demonstriert. Dabei präsentierten sie ihre Forderungen auf Schildern mit Aufschriften wie „CO2 – go home“ und „Klimawandel sucks“ .
Hoffentlich nimmt sich das auch der Energiekonzern Entega zu Herzen, der selbst als Träger der Aktion aufgetreten ist. Zwar bietet er Ökostrom an, ist aber nur zum Teil nachhaltig und setzt auch bei anderen Angeboten weiterhin fossile Brennstoffe ein. Immerhin wird ausdrücklich auf Atomenergie verzichtet. Da sind sich also alle von Entega über die Schneemänner bis hin zu HolK einig: „Kernschmelze – Nein danke!“
Das Video mit den Schneemännern findet Ihr unter: http://www.youtube.com/watch?v=XrZhkeo3fdY
Der UN-Klimagipfel vor wenigen Monaten in Kopenhagen wurde von vielen Experten als eher enttäuschend bezeichnet. Umso wichtiger ist es nun, dass die nächste Konferenz schnell stattfindet und erfolgreich verläuft. Um das zu erreichen, werden nun in Bonn gleich mehrere Treffen vorab stattfinden.
Ein UN-Zwischentreffen war bereits für den 31. Mai bis zum 11. Juni in Bonn geplant. Kurzfristig wurde nun aber zusätzlich zu einer Konferenz vom 9. bis 11. April nach Bonn eingeladen. Nach dem gescheiterten Gipfel von Kopenhagen bedeute dies eine rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen, sagte laut dem Medienunternehmen "Deutsche Welle" AFP der noch amtierende UN-Klimachef Yvo de Boer.
Beide Veranstaltungen dienen als Vorbereitung für den Klimagipfel der "United Nations Framework Convention on Climate Change" (UNFCCC) im mexikanischen Cancún Ende des Jahres.
Mehr Infos unter: http://unfccc.int

Unter dem Titel „Varieté Graphique’s Schlaglichter“ präsentiert der in Berlin lebende Designer Sebastian Rühl noch bis zum 28. Februar 2010 seine besten fotografischen Werke der letzten Jahre und hinterlässt damit beim Betrachter einen nachhaltigen Eindruck – im doppelten Sinne.
So bebildert „Seaculum Summanus“ dem Titel nach das Zeitalter eines römischen Donnergottes mit einer Schwangeren, die in ihrer Wohnung eine Gasmaske trägt und durch ein extrem hell erleuchtetes Fenster blickt. Worin genau die Bedrohung besteht, bleibt der Interpretation des Betrachters überlassen.
Das Motiv des Flyers trägt übrigens den Titel „Vom Kriege und der Sinnlichkeit“. Leider nur als Postkarten-Set und nicht in groß wird die kapitalismuskritische Plakatserie „Allmacht Konsum“ vor Ort präsentiert. Thematisiert werden unter anderem die Verschuldung pro Einwohner, falsche Ernährung durch Fast Food, Finanzkrise und das Weihnachtsgeschäft.
Ausstellung in der Karl-Kunger-Str. 15, Berlin: Donnerstag bis Sonntag: 15:00 bis 19:00 Uhr, Samstag: 10:00 bis 14:00 Uhr
Mehr Infos unter: http://www.varietegraphique.de

Beim Durchblättern der aktuellen Ausgabe 1/10 vom Magazin ’Vermögensberater’ bin ich im News-Teil auf Thomas D von der Band Die Fantastischen Vier gestoßen. Interessant war dabei vor allem die Überschrift: Umweltschonend heizen und sparen.
Im Kurzartikel heißt es, dass Thomas D mit Pellets heizt. Dabei handelt es sich um genormte zylindrische Presslinge aus Holzspänen. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) wirbt für diese Heizungstechnik mit verschiedenen Promis. In einer der dazu gehörigen Pressemeldungen heißt es, dass Thomas D seinen Bauernhof in der Eiffel mit Solarzellen auf dem Dach, einem Bio-Pool im Garten und einer Pelletheizung im Keller ausgestattet hat.
Der Musiker begründet diese Maßnahmen, indem er in Bezug auf einen seiner größten Solo-Hits sagt: „Nachwachsende Rohstoffe und neue Energien haben Rückenwind.“
Mehr Infos unter: http://www.depi.de

Vor wenigen Tagen feierte attac Deutschland das zehnjährige Jubiläum seiner Gründung. Damals wie heute kämpft die Vereinigung für eine Besteuerung von Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger. Gemessen am bisher leider nicht erreichten Ziel kommt da nur bedingt Feierlaune auf.
Erst einmal eines vorweg: Herzlichen Glückwunsch! Oder doch besser: Kopf hoch? Denn am 22. Januar 2000 wurde Attac Deutschland gegründet. Seitdem setzt sich das Netzwerk für eine ökologische, solidarische und friedliche Weltwirtschaftsordnung ein. In den zehn Jahren wurde viel erreicht.
Die Abkürzung steht allerdings für den französischen Projektnamen association pour une taxation des transactions financières pour l'aide aux citoyens und damit für eine Regulierung der Finanzmärkte, wie sie heute dringender denn je benötigt wird. Deswegen lautet die Parole zum Jubiläum auch: „Die Verhältnisse rocken“!
Unterstützt wird attac dabei unter anderem auf einem CD-Sampler mit exklusiven Beiträgen von unter anderem Jan Delay, Madsen, Spillsbury und Bela B. von Die Ärzte, der seinem Song ‚Hilf Dir Selbst’ die passende Zeile „Hilf dir selbst, Darling - Geh zu attac!“ hinzugefügt hat.
Also mit solcher Unterstützung fällt das Daumendrücken leichter, dass beim nächsten Jubiläum ein größerer Erfolg gefeiert werden kann.
Mehr Infos unter: http://www.attac.de

Heute um 12 Uhr ging es los. Die ersten Schneemänner und -frauen besetzten den Schlossplatz in Berlin, um im Rahmen der vom nachhaltigen Energieversorger Entega initiierten "Denkanstösse" zu demonstrieren. Ihre stärkste Waffe: der Schnee!
Die weißen Gesellen demonstrieren für ihr Bleiberecht. Wenn der Klimawandel nicht aufgehalten werden kann, wird es ihnen hierzulande einfach zu heiß.
Unterstützt werden die Demonstranten zum Beispiel am Samstag um 18 Uhr von der Band Seabear. Am Sonntag um 14.30 Uhr liest dann noch Schauspielerin Anna Thalbach „Geschichten vom Schnee“ vor.
Wer ebenfalls bei der Aktion mitmachen will, hat dafür noch bis zum 24. Januar Zeit. Heute, morgen und Sonntag wird bis 16.30 Uhr gebaut. Der nötige Schnee, Hilfsmittel wie Kübel und nahezu unentbehrliche Utensilien wie Möhren werden zur Verfügung gestellt.
Mehr Infos unter: http://www.entega.de/denkanstoesse/rettet-den-schneemann



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