Im untenstehenden Text findet ihr die offizielle Forderung nach einem längst überfälligen Heimtierschutzgesetz. Bis zum Hamster(!) und einschließlich Pferden soll darin verankert werden, dass vor Erwerb eines Heimtieres ein enstprechender Sachkundigen-Nachweis zu erbringen und ggf. zu überprüfen ist. Hierdurch soll erreicht werden, dass... 1) keine viel zu kleinen Käfige mehr im Zoo(fach!)handel angeboten werden dürfen. 2) vor Erwerb eines Tieres den (zukünftigen) Besitzern klar sein muss, wie lange das Tier erwartungsgemäß leben wird. Entsprechend müssen lebenslange Verantwortung für das Wohl des Tieres übernommen werden und der Art ensprechend Räumlichkeit, Reinhaltung, Gesunderhaltung (inkl. ausreichende Bewegung!) und Verpflegung bis zu seinem Lebensende gewährleistet sein. 3) der illegale Tierhandel deutlich eingeschränkt wird. 4) verhindert wird, dass Exoten (überhaupt, oder zumindest) ohne Sachkenntnis in private Hände gelangen. 5) private Tierzuchten unterbunden werden. "Tierbabies sind ja so süß, das will ich auch mal miterleben" darf angesicht buchstäblich überquellender Tierheime kein Argument mehr sein, unkontrolliert Katzen, Hunde und sonstige Tierarten in die Welt setzen zu lassen. Bitte helft mit und sammelt Ideen, wie man dieser Forderung mehr Nachdruck verleihen kann, um es bis in die Verfassung zu bringen. Die zahllosen verwahrlosten Tiere würden es uns danken, wenn sie die Möglichkeit hätten. Bei Fragen, Kommentaren und sonstigem Interesse nehmt gerne Kontakt auf! viele Grüße /Johanna

Paderborn ist die erste Kommune in Deutschland, die eine Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen einführt. Bauernkatzen sind von der Regelung – anders als in Österreich – nicht ausgenommen.
Nähere Infos:
>> http://www.wdr.de/tv/servicezeit/tiere_suchen/sendungsbeitraege/2008/100...
PETITION für bundesweite Katzenschutzverordnung mit Umsetzungsvorschlägen:
>> http://www.ksvo.katzenhilfe-westerwald.de/
Zum Welttierschutztag am 04. Oktober Für die Rettung, Aufnahme und Vermittlung von Heimtieren leisten die Tierheime im Landestierschutzverband Enormes – doch die Situation verschärft sich unaufhörlich. Vorsitzender Herbert Lawo: „Wir benötigen ein umfassendes Heimtiergesetz – der völlig ungeregelte Heimtiererwerb ohne Sachkunde sowie die zügellose Vermehrung muss ein Ende haben.“ „Die Tierrettung, -aufnahme und -vermittlung erfordert größtes Engagement der Tierschützer. Tierheime und ähnliche Einrichtungen müssen dafür alljährlich Unsummen aufbringen, während sich auf der anderen Seite Tierhandel und Tierzüchter mit dem Verkauf der ‚Ware Tier’ bereichern“, kritisiert Herbert Lawo und fordert anlässlich des Welttierschutztages eindringlich die Einführung eines Heimtiergesetzes, welches die Anforderungen an Zucht, Handel, Haltung und Sachkunde eindeutig regelt. „Ohne Sachkunde sollten Tiere weder erworben, noch gezüchtet werden dürfen, doch diese Forderung ist ohne Heimtiergesetz nicht umsetzbar“, so Lawo weiter. Bislang kann sich jeder in diesem Land nach Lust und Laune ein Tier anschaffen – auch ohne das geringste Basiswissen über dessen Bedürfnisse. Abertausende tierquälerischer Haltungen mit erschütternden Tierschicksalen sind die Folge. Am Ende steht häufig die (freiwillige oder erzwungene) Abgabe bzw. das Aussetzen der geschundenen, kranken, verletzten, verhaltensgestörten und vor allem, extrem leidenden Tiere. Mit deren Rettung und Versorgung stehen die Tierschützer in den Vereinen und Tierheimen im Landestierschutzverband dann alleine da. Unverständlicherweise findet die Forderung nach einem Heimtiergesetz keine Unterstützung der Landesregierung. Offenbar baut man dort weiterhin auf das „Auffangbecken Tierheim“. Mit ständig steigenden Heimtierzahlen im Land steigen auch die tierschutzwidrigen Tierhaltungen, und geschützt von der „Unverletzlichkeit der Privatsphäre“, verbergen sich hinter tausenden von Wohnungstüren quälerische Tierschicksale. Fälle von „animal hoarding“ (*) die gelegentlich an die Öffentlichkeit gelangen, sind nur die Spitze dieses riesigen Eisbergs. Aber wer nimmt Anstoß an zigtausenden „Stubenvögeln“, die sich in engen Käfigen aus Einsamkeit und Frust das Gefieder ausreißen, Abertausenden Kleinnagern, die vor sich hin vegetieren und als Kinderspielzeug missbraucht werden sowie an den ungezählten Reptilien in den Händen völlig unsachkundiger Menschen, für die das Terrarium im Wohnzimmer nur ein schickes Accessoire ist? Wer übernimmt die Verantwortung dafür, dass immer exotischere Tiere, wie Reptilien, afrikanische Weißbauchigel, Hängebauch- oder Minischweine Einzug in die Tierheime halten? Wie kann es sein, dass sich Menschen Schweine als Wohnungstiere halten dürfen, was diese definitiv nicht sind? „Bei all diesen Beispielen ist der Gesetzgeber gefordert und darf nicht länger wegschauen. Die Missstände müssen möglichst am Anfang vermieden werden und deren Bewältigung nicht am Ende den Tierheimen überlassen bleiben“, so Lawo. Zucht und Handel mit Tieren unterliegen fast immer reinem Profitdenken. Die Missstände in diesem Bereich sind uferlos. Beispielhaft sei an dieser Stelle der illegale Handel mit Hundewelpen, vornehmlich aus Osteuropa, genannt. Die Welpen werden viel zu früh vom Muttertier getrennt und dann, geschwächt vom langen Transportweg, ohne Impfung und ohne Papiere zu Billigpreisen verkauft. Allein in Tschechien werden ca. 30.000 Hunde für diese Art des Welpenhandels gezüchtet. Aber selbst in unseren Regionen werden immer wieder Zucht- und Handelsaktivitäten entdeckt, bei denen die Tiere unter unvorstellbar miserablen Bedingungen leben müssen. Beim Verkauf hilft auch das Internet. Die unüberschaubare Vielzahl an Online-Tierauktionen hat zu einer massiven Verschärfung des (illegalen) Tierhandels beigetragen. „Jedem echten Tierfreund sei geraten, sich vor der Anschaffung eines Tieres über dessen Haltungsbedürfnisse, Erziehung, Pflege und Ernährung umfassend zu informieren. Wer sich schließlich, nach sorgfältiger Beratung sowie Abwägung der individuellen, zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten, für ein Tier entschieden hat, sollte zuerst einmal in den Tierheimen vorbeischauen“, so Lawo abschließend. Karlsruhe, 02. Oktober 2008 >> http://www.landestierschutzverband-bw.de/html/index2.htm



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