Wann immer in der Regierung über die sinkende Geburtenrate und den demographischen Wandel gesprochen wird, hört man den Leitspruch „Investitionen in unsere Kinder als Investitionen in unsere Zukunft“ – gemeint ist damit hauptsächlich die Sicherung des künftigen Arbeitskräftebedarfs und der Rentenkasse.
Ziel dieser Investition ist es, mehr Kinder in bereits wohl situierten Familien zu „erzeugen“ denn in Armut aufwachsende Kinder reproduzieren schließlich wieder Armut und sind für die Anforderungen des globalisierten Wettbewerbs nur gering geeignet.
Kinder tragen an ihrer Armut keine Schuld und sie bleiben in den meisten Fällen darin gefangen. Armut beraubt sie ihrer Entwicklungs- und Zukunftschancen durch schlechtere Bildungsmöglichkeiten, schlechtere Gesundheit und geringere Möglichkeiten einer sozialen Teilhabe. All das ist längst offenbar.
Laut Armutsbericht 2007 des Deutschen Kinderhilfswerks ist jedes 7. in Deutschland lebende Kind von Armut betroffen. Dennoch hat diese Tatsache in Deutschland bis heute nicht dazu geführt, Kinderarmut als gesamtgesellschaftliches Problem zu betrachten und entsprechende Lösungswege zu finden.
Jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit, auf ein Leben, das seine volle körperliche, seelische, geistige, soziale und sittliche Entwicklung erlaubt. So steht es bereits in der UN-Kinderrechtskonvention.
Jedes Kind hat besondere Fähigkeiten, die herauszufinden ihm möglich sein muss.
Wenn das heute viele Eltern finanziell überfordert, muss die Gesellschaft die Rahmenbedingungen für diese Förderung deutlich verbessern. Dafür treten wir ein.
www.rock-gegen-kinderarmut.org