SLOW WAY DOWN - mit dem Moped von Hamburg nach Kapstadt
Eine ungewöhnliche Reise für den guten Zweck
Slow Way Down ist eine Reise mit einem 30 Jahre alten Simson Schwalbe Moped von Hamburg nach Südafrika.
Ziel dieser ungewöhnlichen Reise ist es, auf das HIV/Aids-Projekt von Plan International Deutschland e.V. in Uganda aufmerksam zu machen und mit Spenden für medizinisches Gerät die Arbeit vor Ort konkret zu unterstützen.
Nach mehr als einem Jahr Planung steht der Slow Way Down vor seiner Realisierung.
Am 15. September 2008 startete Florian Rolke sein persönliches Abenteuer, auf einer Simson Schwalbe von Hamburg nach Südafrika.
Für ca. 200 Tage geht es momentan östlich ums Mittelmeer und über Ägypten durch Ostafrika nach Kapstadt. Und dieses nicht mit einem großen Konvoi und hinter der Windschutzscheibe eines teuren Geländewagen oder dem verspiegelten Visier futuristischer Motorradausrüstungen, sondern alleine, in einfacher Kleidung mit offenem Helm, sowie mit viel Herz für die Begegnungen mit den Menschen am Wegesrand.
Der Slow Way Down im Überblick:
* Pilot: Florian Rolke (32 Jahre)
* Moped: Simson Schwalbe (30 Jahre)
* Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
* Start: Hamburg
* Ziel: Kapstadt im April 2009
* Kilometer: 25.000
* Länder: 20 in Europa, Kleinasien und Afrika
HIV/Aids-Projekt von Plan International Deutschland e.V. in Uganda - Was wird benötigt?
Plan führt in Uganda Präventivmaßnahmen im Kampf gegen HIV/Aids durch. In Uganda leben über eine Million Menschen mit HIV und Aids. Über 800.000 Menschen sind bereits an den Folgen der Immunschwäche gestorben. Etwa 20 Prozent aller ugandischen Kinder sind Aidswaisen. Im Plan-Programmgebiet Tororo mit 600.000 Einwohnern leben 30.000 HIV-Infizierte.
Dringend benötigt wird hier die Anschaffung eines CD4-Analyse Gerätes zur Bestimmung des Immun-systemzustandes der Menschen in Mukujju, Tororo, Uganda.
Die Analyse erhöht die Erfolgsaussichten einer Aids-Therapie deutlich. Bisher werden die Blutproben über weite Strecken transportiert. Das verfälscht häufig die Ergebnisse und verursacht Kosten.
Benötigt werden für die so wichtige Anschaffung insgesamt 34.500 Euro.
Helfen mit Plan - ein CD4-Analysegerät für Mukujju
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Anschaffung eines CD4-Analysegerätes für das HIV/Aids-Projekt des Plan - Kinderhilfswerks in Uganda.
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Spenden können Sie direkt hier im Slow Way Down Magazin
Ich betreue seit 2000 die Plan-Aktionsgruppen bei ihrem ehrenamtlichen Engagement für Plan International Deutschland e.V.. Dazu gehört auch die Information der Aktionsgruppen über Plan-Projekte, die durch sie unterstützt werden. Die Aktionsgruppen engagieren sich seit 2005 u.a. für den Kampf gegen Aids in Uganda. Im Februar 2007 begleitete ich eine Gruppe von Plan-Paten nach Uganda, wo wir Bildungsprojekte im Plan-Projektgebiet Kamuli und das HIV/Aids-Projekt in Tororo besuchten.
Vor Ort werden Ausmaß und Bedeutung der HIV/Aids-Pandemie wirklich deutlich. Die Rate der HIV-Infizierten in Tororo liegt bei 6-8%. Inzwischen konnte aber die Rate der neu Infizierten in Tororo mit 4,3% deutlich unter den Landesdurchschnitt von 6,2% gedrückt werden und ist somit eine der niedrigsten in Afrika. Der Kampf von Plan gegen HIV/Aids in Tororo vereint Aufklärung, Vermeidung von Infektion, medikamentöse Behandlung, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Betreuung. Dabei steht der Schutz von Kindern im Mittelpunkt. Alle Projektkomponenten zielen darauf ab, nicht nur die Kinder vor der HIV-Infektion zu bewahren, sondern auch die Familienbeziehungen so lange wie möglich zu erhalten. Den Kindern geht es besser, wenn sie ihre Eltern möglichst lange an ihrer Seite haben.
Wir besuchten das Mukujju Health-Center, sprachen mit infizierten Müttern, diskutierten mit den Mitgliedern des Post Test Club, besuchten Haushalte von Geschwistern, deren Eltern an der Immunschwäche gestorben waren oder eine Großmutter, die sich als einzige überlebende Verwandte um ihre sieben Enkel kümmerte. Die Lebensfreude, Kraft und Würde vieler Menschen, denen wir begegneten, angesichts ihrer verzweifelten Lage beeindruckten uns sehr. Und auch die Wärme, Solidarität und tiefe Zuneigung der durchweg hochmotivierten und kompetenten Plan-Mitarbeiter und des Gesundheitspersonals haben unser tief bewegt.
Nun konnte sich auch mein ehemaliger Hamburger Kollege Florian Rolke auf seinem Slow Way Down durch Afrika selbst in Tororo ein Bild vom täglichen Kampf gegen HIV/Aids machen und die Plan-Mitarbeiter bei ihrer Arbeit begleiten. Bestimmt wird er genauso stark und nachhaltig beeindruckt sein, wie wir es vor zwei Jahren waren. Plan wird den freundlichen und offenen Menschen von Tororo weiterhin dabei helfen, ihren Kampf gegen HIV/Aids zu bestehen. Helfen auch Sie mit.
Die Favoriten auf die Wahl zum Soundrack des Slow Way Down stehen fest. Warten wir gespannt auf die letztendliche Wahl des Piloten.
Aber auch deine Meinung zählt und ist uns und dem Reisenden wichtig! Welcher der eingereichten Songs passt deiner Meinung nach, am besten zum Schwalbe-Abenteuer der letzten 9 Monate?
Nenne uns deinen persönlichen Titelsong-Anwärter in Form eines Kommentares oder wähle einfach per Klick:
Die ugandische Grenze erreiche ich in etwas mehr als vier Stunden. Obwohl die Abfertigung am Zoll recht schnell geht, brauche ich für den Grenzübertritt letztendlich doch 90 Minuten. Dann sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Tororo. Je näher ich dem Plan-Office komme, desto mehr denke ich darüber nach, was mich wohl erwarten wird. Auf den zurückliegenden mehr als 10.000 Kilometern hatte ich häufig die Gelegenheit, mich mit anderen Menschen -hauptsächlich Reisenden- über das Für und Wider von Entwicklungshilfe auszutauchen. Dabei habe ich viele kritische Stimmen gehört und einigen Unmut wahrgenommen. Ist das Ganze nicht bloß ein Business, von dem die Geber letztendlich am meisten profitieren? Ich beschließe, mir einfach alles in Ruhe anzuschauen, mir eine eigene Meinung zu bilden und meinen Eindruck hier ehrlich wiederzugeben.....
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