ZAZA FALY e.V.

Antananarivo
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    ZAZA FALY

    ALLGEMEIN: - Die Gründung des Vereins ZAZA FALY e.V. erfolgte im Mai 1994.

    - Zaza Faly e.V. gründete seitdem in der Hauptstadt Madagaskars – Antananarivo – drei Hilfsprojekte für Straßenkinder.

    - Seit 1999 arbeiten diese drei mit der Gründung der einheimischen NRO (Nichtregierungsorganisation) „Manda“ in madagassischer Selbstverwaltung.

    - Zaza Faly e.V. unterstützt „Manda“ seither finanziell, organisatorisch, personell und übt verschiedene Kontrollfunktionen aus. „Zaza Faly e.V.“ ist bis zum heutigen Zeitpunkt die einzige deutsche NRO, die sich in Antananarivo und wahrscheinlich ganz Madagaskar der Belange von Straßenkindern angenommen hat.

    ZAZA FALY e.V. trägt sich in Deutschland durch die transparente und größtenteils ehrenamtlichen Arbeit des Vereinsvorstandes und Beirat ohne teure Verwaltungshierarchien. Nur der Vereinsvorsitz sowie die Geschäftsführung erhalten eine Aufwandsentschädigung. Finanziert wird die Arbeit des Vereins durch Projektpaten/innen, freie Spender/-innen und Vereinsmitglieder.

    Der Verein erhält keinerlei finanzielle staatliche Unterstützung. Es arbeiten Geschäftsstellen in Berlin und Offenburg. Die Arbeit von ZAZA FALY e.V. dient nach Bescheinigung des Finanzamtes mildtätigen Zwecken und ist so in der Lage, steuerlich absetzbare Spendenquittungen zu erstellen.

    „Zaza Faly e.V.“ ist bis zum heutigen Zeitpunkt die einzige deutsche NRO, die sich in Antananarivo und wahrscheinlich ganz Madagaskar der Belange von Straßenkindern angenommen hat.

    Vorstand: Heiko Jungnitz, Schönhauser Allee 104, 10439 Berlin, Tel./Fax: 030-4858878, E-Mail: zazafalyev@aol.com, www.zaza-faly.de

    Bankverbindung: Bank für Sozialwirtschaft: Konto: 338 02 00 BLZ: 100 205 00 Kennwort: Straßenkinder



    1. Sozialstation „Tsiry“ (blühende Blume)

    Im Oktober 1995 gegründete Zaza Faly im Zentrum der Hauptstadt Antananarivo das Sozialzentrum.
    Hauptziel ist die kontinuierliche Betreuung von ca. 200 Kindern aus zwei verschiedenen Straßenkindergruppen im Alter von 4-16 Jahren..
    Das Projekt akzeptiert den Lebensraum Straße mit all seinen Prägungen auf die Kinder und versucht, unter Beachtung ihrer besonderen Mentalität, humanere Lebensbedingungen zu schaffen sowie eine schrittweise Resozialisierung einzuleiten. Hauptkriterium dabei ist ein Hygieneprogramm (Zahn- und medizinische Grundversorgung, Gelegenheit zum Duschen, Waschen und Wechseln der Bekleidung). Das Haus bietet außerdem Übernachtungsmöglichkeiten für Kinder in Not und mit erhöhter Pflegebedürftigkeit.
    Die tägliche Ausgabe von abwechslungsreichen Speisen gehört des Weiteren zum Grundprogramm der Sozialstation wie auch der Besuch der eingerichteten Schule.
    Ein Grundanliegen des Unterrichts durch einheimisches Lernpersonal ist die Alphabetisierung und Resozialisierung auch für ältere Straßenkinder. Um möglichst frühzeitig den negativen Prägungen durch das Leben im Straßenmilieu entgegenzuwirken versorgt das Projekt täglich auch eine Gruppe von 15-20 Kindern im Vorschulalter (4-6 Jahre).

    Seit 2004 wird in Zusammenarbeit mit dem staatlichen madagassischen Bevölkerungsministerium und SE/CNLS (Nationales Komitee zur Armuts-bekämpfung)verstärkt versucht, Projektkinder in staatlichen Regelschulen zu vermitteln. Hierfür wurde ein Einschulungsprojekt ins Leben gerufen, von dem seit 2004 mehr als 400 ehemalige Straßenkinder profitieren konnten.
    Einhergehend mit den Einschulungen werden Familienhilfen angeboten. So gibt Zaza Faly/Manda Kleinkredite für Renovierungen kleiner Wohnunterkünfte, Mietzuschüsse und übernimmt die Kosten für Schulgelder- Materialien- Kleidung, Essen, Kosten für Geburtsurkunden oder Medikamente (2- max. bis 10 Euro pro Monat). Einmal pro Woche findet dann ein direktes Gespräch mit den Familien und der Sozialarbeiterin der Sozialstation statt.

    Seit 2005 nimmt „Manda“ am Schulprogramm „ASAMA“ teil, welches von der PNUD (Entwicklungsprogramm der UNO) ins Leben gerufen wurde und auch teilweise finanziert wird.
    An diesem Programm können 50 Projektkinder teilnehmen. Es beinhaltet eine einjährige intensive Schulausbildung (5x pro Wochen á 8 Std.) und endet mit dem ersten staatlich anerkannten Schuldiplom „Lyceé“.
    Ca 76% der ersten beiden Jahresdurchgänge haben die Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden und konnten auf staatliche Schulen bzw. in Ausbildungsprojekte o.ä. vermittelt werden.

    „Tsiry“ ist nicht zuletzt ein Ort der Zuflucht und Geborgenheit. Gewährleistet wird dies durch 16 madagassische fest angestellte und deutsche freiwillige MitarbeiterInnen.

    Seit Anfang 1998 begann die Sozialstation, Ausbildungsplätze für Jugendliche zu schaffen.

    2. Tischlerei-Ausbildungswerkstatt „Felana“ (Blatt)

    Im Dezember 1997 eröffnete „Zaza Faly“ unter der Leitung eines madagassischen Ausbilders Tischlerei-Ausbildungswerkstatt für 10 ehemalige Projektjungen der Sozialstation sowie im April 1998 das Ausbildungsprojekt „Vony“ für derzeit 14 ehemalige Projektmädchen unserer Sozialstation.
    In beiden Projekten erhalten die Jugendlichen über einen Zeitraum von maximal 24 Monaten einen umfangreiche theoretische (Mathematik, Madagassisch, Französisch, Religion, Geografie, Aufklärung), als auch praktischen Unterricht.

    Seit Mitte des Jahres 2000 kam es erstmals zur allmählichen Ausgliederung der Projektjungen, bei der wir ihnen erfolgreich bei der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche behilflich waren
    So wurden von den 36 Jugendlichen, die seit 1998 bei „Felana“ untergebracht wurden, immerhin 24 in feste Arbeitsverhältnisse integriert werden. 9 Jungs sichern ihren Lebensunterhalt mit gelegentlichen Aufträgen und anderen Arbeiten auf den Märkten. Mit 3 Jungs gibt es keinen direkten Kontakt mehr. Keiner hat sich weiterhin für ein Leben auf der Straße entschieden. Angesichts der aktuellen Arbeitsmarktsituation (ca. 50 % Arbeitslosigkeit) und der Geschichte der Jungen, sehen wir dies als einen beachtlichen Erfolg an.

    3. Web- und Näh- Ausbildungswerkstatt „Vony“ (Knospe)

    Im April 1998 wurde das Ausbildungsprojekt „Vony“ für max. 15 ehemalige Projektmädchen der Sozialstation eröffnet.
    Ihnen soll nun die Möglichkeit zu einer Ausbildung in Weben und Nähen eröffnet werden.
    Ziel dieser Ausbildung ist es, einer begrenzten Anzahl vom Straßenmädchen, die auf dem madagassischen Arbeitsmarkt bestenfalls als ungelernte Hilfskräfte enden würden, die Möglichkeit zu einer beruflichen Ausbildung sowie selbständigen Arbeit zu geben.
    Drei fest angestellte madagassische Mitarbeiterinnen gewährleisten dies durch die Vermittlung ausgewogener theoretischer (Mathematik, Madagassisch, Französisch, Aufklärung, Religion, Geografie), als auch praktischer Kenntnisse.
    Nach Beendigung ihrer Ausbildung ist „Manda“ auch hier bei der Suche nach Arbeitsplätzen behilflich. So wurden von den 41 Mädchen, die seit dem Jahr 2000 ihre Ausbildungen beendeten, 25 in feste Arbeitsverhältnisse integriert. 7 von ihnen sind in anderen Berufen tätig (Arbeit auf dem Markt, Haushaltshilfen), 5 sind verheiratet und/oder arbeiten als Hausfrauen. Mit drei von ihnen gibt es keinen direkten Kontakt mehr. Von keinem der ehemaligen Projektmädchen ist uns bekannt, dass eines ihren Lebensmittelpunkt wieder auf der Straße hat.

    Endlich haben sie die Gelegenheit zu zeigen, dass sie in der Lage sind, auch selbst einen positiven Beitrag für sich selbst, aber auch für die madagassische Gesellschaft allgemein zu leisten. Diese Wechselwirkung kann es vielleicht möglich machen, dass diese Jugendlichen in naher Zukunft wirklich einmal im sozialen Gefüge des Landes integriert sein werden.

    4. Tourismusprojekt

    Um die Zukunftschancen der Jugendlichen zu verbessern, entstand der Gedanke, einen dritten Ausbildungszweig anzubieten.
    Deshalb hat die ONG MANDA begonnen, mit dem Office Régional de Tourisme d’Antananarivo und dem Office National de Tourisme zusammenzuarbeiten, um 18 ausgewählte Jugendliche seit dem 3. September 2007 über einen Zeitraum von drei Jahren zu alternativen Stadtführern Antananarivos auszubilden.
    Ziel ist, dass die Jugendlichen selbst von ihren eigenen speziellen Kenntnissen profitieren können, denn Straßenkinder kennen „ihre Stadt“ mit all ihren Facetten und Geschichten besser als die meisten anderen Bewohner Antananarivos. Sie erzählen Geschichten mit unterschiedlichen Hintergründen und aus einer anderen Perspektive.
    Die Stadtführer sollen diejenigen Touristen ansprechen, die nicht ausschließlich nur an der historischen Geschichte, der Kunst und traditionellen Kultur der Stadt interessiert sind, sondern vor allem am wirklichen Leben und der sozialen Situation der Bewohner Antananarivos. Diese Art von Tourismus existiert in Madagaskar bisher noch nicht.
    Durch das geplante Projekt wird das touristische Angebot Antananarivos um einen sozialen Bestandteil vergrößert und die Aufmerksamkeit der Touristen auf die soziale Infrastruktur der Stadt gelenkt. Vorstellbar ist auch, einen Besuch einer der zahlreichen Organisationen und Sozialzentren in die Stadtführung mit einzubeziehen, da sehr viele Touristen ein reges Interesse an solchen Einrichtungen haben, ein Besuch bisher jedoch oft ausbleibt, da Ansprechpartner fehlen.

    Fotoausstellung "Mit unseren Augen"

    Fotoausstellung "Mit unseren Augen"

    11/08/2009 10:07pm by Jungnitz Heiko
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    Letztes Jahr erhielt Anne Richter im März 2008 eine Zusage für ein ASA Praktikum (Arbeits- und Studienaufenthalte in Afrika, Lateinamerika und Asien) in Antananarivo, der Hauptstadt
    Madagaskars. Von September 2008 bis Dezember 2008 war sie für drei Monate dort in einem Gymnasium als Medienpädagogin tätig (Projekt: Vermittlung der interaktiven Lernsoftware HOT POTATOES an Lehrer/Innen).
    Bereits vor der Abreise hatte Frau Richter die Idee, für eine Aktion zum Thema Globales Lernen in Deutschland, mit Hilfe eines Fotoprojektes umzusetzen. Während ihrer Vorbereitungszeit für das Praktikum wurde ihr von dem Straßenkinderprojekt Zaza Faly e.V., Berlin berichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt war Frau Richter über die problematische Lage vieler Straßenkinder in Madagaskar, vor allem in der Hauptstadt Antananarivo, ziemlich unwissend. Sie informierte nun mehr intensiv, unter anderem mit Hilfe von Zaza Faly e.V., über die Situation dieser Kinder. Anschließend entschloss sie sich, mit den Kindern und Jugendlichen von ONG Manda in Antananarivo ein Fotoprojekt mit Einwegkameras durchzuführen.
    Wichtig war für Frau Richter, dass nicht nur sie das Festhalten von Momenten mit der Kamera eröffnen wollte.
    In Deutschland kaufte sie zu diesem Zweck 120 Einwegkameras für die Teilnehmer/Innen des Straßenkinderprojektes, um ihnen so Gelegenheit zu geben, mit ihren „eigenen Augen“ durch die Linse den Alltag in Bildern festzuhalten.

    Anlässlich der langen Nacht der Menschenrechte am 04. Dezember 2009 werden die authentischen Resultate des Workshops erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr.
    Am 08.12.2009 um 19.30 Uhr findet die Vernissage der Fotoausstellung statt und bietet Interessenten bis zum 22. Januar 2010 die Möglichkeit zur Besichtigung (Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 17 Uhr).

    Bei Interesse entnehmen Sie bitte weitere Informationen oder Bildmaterial den folgenden Kontakten.

    Kontakte:

    Haus der Demokratie und Menschenrechte
    Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
    Telefon: 030/2043506
    Fax: 030/2041263
    E-Mail: kontakt@ hausderdemokratie.de
    Web: www.hausderdemokratie.de

    Berlin
    Zaza Faly - VORSTAND
    Herr Heiko Jungnitz
    Schönhauser Allee 104
    10439 Berlin
    T.: 030/ 4858878
    E-Mail: zazafalyev@aol.com
    Internet: www.zaza-faly.de,
    http://www.betterplace.org/projects/2347-fotoausstellung-mit-unseren-aug...

    Bank für Sozialwirtschaft
    Konto: 338 02 00
    BLZ: 100 205 00
    Kennwort: Straßenkinder

    Anne Richter
    Diplom-Kulturpädagogin (FH)
    tätig als Kunst- und Museumspädagogin in Berlin
    E-Mail: richter.anne@gmail.com

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    Bilder von Unicef-Foto-Preisträger David Gillanders

    02/09/2009 11:58pm by Jungnitz Heiko
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    Der weltbekannte schottische Fotograf David Gillanders, welcher 2006 den 1. Preis für das UNICEF-Foto 2005 erhielt, besuchte 2007 die Projekte vor Ort.

    Leider konnte er sein geplantes Fotoprojekt aus persönlichen Gründen nicht zu Ende bringen, was wir alle sehr bedauert haben.

    Jedoch hat er uns seine Fotoarbeiten dieser Tage zur Verfügung gestellt. Diese können iab sofort in der Bildergallerie angeschaut werden.

    Mehr über die grandiosen Arbeiten von D. Gillanders finden Sie unter: www.davidgillanders.com>

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    10-Jahres Feier „Manda“

    02/09/2009 11:36pm by Jungnitz Heiko

    In diesem Jahr feiert „Manda“ den 10. Geburtstag ihres Bestehens. Und zu diesem Anlass wird es einerseits natürlich eine große Feier geben und zudem wird mit unseren Mitstreitern und Vereinsgründern der ersten Stunde – Uwe Marschall und Elke Dreise – und unserem Vorstandsvorsitzender Heiko Jungnitz eine kleine Zaza Faly-Delegation nach Madagaskar reisen.
    Als Ort der Feier wurde das o.g. Baugrundstück für das Ausbildungszentrum ausgewählt, wo gleichzeitig die Grundsteinlegung gefeiert werden soll. Sozusagen der Blick zurück verbunden mit dem Blick nach vorn.

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    Bau eines Ausbildungszentrums - Kooperation mit FEDU

    02/09/2009 11:35pm by Jungnitz Heiko

    Im Moment sind die NRO "Manda" mitten in der Planungsphase für einen Neubau für ein Ausbildungszentrum, welches alle Ausbildungsprojekte an einem Platz versammeln soll. Neben den Ausbildungsprojekten „Vony“, „Felana“ und „Tourismus“ soll ein 4. Ausbildungsprojekt gegründet werden, welches eine Fahrradwerkstatt und -verleih beherbergen soll.

    „Manda“ soll hierfür ein ca. 22.000 m² großes Grundstück als Schenkung vom Stadtteil „Amboimanambola“ erhalten. Auch hier laufen gerade intensive Gespräche.
    Ein Architekt aus Deutschland weilte für 2 Monate in Tana und hat für „Manda“ kostenlos u.a. einen erst groben Bauentwurf erstellt sowie das Land abstecken und vermessen lassen.

    Die Finanzierung dieses Vorhabens soll weitestgehend aus Eigenmitteln vor Ort bestritten werden. Hier ist die NRO "Manda" gerade in Verhandlungen mit der belgischen Stiftung "Foundation Enfants D'Urgence - FEDU", welche den kompletten Bau finanzieren möchte.

    FEDU hat u.a. im Dezember eine weitere große Weihnachtsfeier für mehr als 400 Projektkinder der NRO "Manda" finanziert inklusive Geschenke und einem kompletten Satz neuer Kleidung für alle.

    Über den Stand der Planungen halten wir Sie weiter auf dem Laufenden.

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    Politische Krisensituation in Madagaskar

    02/09/2009 11:34pm by Jungnitz Heiko

    Wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben tobt zur Zeit ein gewalttätiger Machtkampf auf Madagaskar zwischen der Regierungspartei von Präsident Ravalomanana und der Opposition um den Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, dem bereits mehr als 140 Menschenleben zum Opfer gefallen sind.

    Aufgrund einer nächtlichen Ausgangssperrewart die Projektarbeit der NRO "Manda" in der ersten Woche direkt betroffen, sodass aus Sicherheitsgründen für das einheimische Personal und die Projektkinder die Sozialstation "Tsiry" nur ein Notprogramm anbieten konnte. Die Ausbildungsprojekte sind davon nicht betroffen.

    Unsere Projekte arbeiten seit letzter Woche auch unter diesen schwierigen Bedingungen weiter, denn die Arbeit muss weitergehen. Und solange keine unmittelbare Gefahr für die Mitarbeiter/- innen besteht - und das scheint so zu sein - versuchen sich alle auf die Arbeit zu konzentrieren. Die Kinder müssen ja weiter versorgt werden.
    Bis letzten Samstag, als die tragischen Schüsse auf die Demonstranten fielen, war die Lage längst wieder beruhigt, die Zahl der Demonstranten merklich gesunken. Wir hoffen nun, dass die UN-Vermittler, die Afrikanische Union und die madagassische Regierung eine friedliche Lösung in dem Machtkampf finden können.

    Die Unruhen sind auch lokal auf das Zentrum begrenzt und die normale Bevölkerung inkl. Projekt hat kaum etwas davon mitbekommen. Die derzeitigen deutschen Praktikantinnen haben uns auch beruhigt...eigentlich geht das normale leben weiter wie bisher, bis auf die Ausgangssperre.

    Nach dem jetzigen Stand der Dinge ist von unseren Angestellten und Projektkindern niemand zu Schaden gekommen. Wir halten Sie auch hier weiter auf dem Laufenden.

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